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Es duftet nach Abenteuer auf der legendären Reiseroute zwischen Rom und Xi’an – idyllische Oasen und endlose Wüsten, brodelnde Basare und zahllose Kulturschätze inklusive.

 

Mit Marco Polo durch die Wüste

Dramatische Berge und wogende Dünen, beschauliche Oasen und antike Kultur – die Seidenstraße steckt voller Verheißungen.

Eine Karawanenroute

Eine Karawanenroute

Schon vor mehr als 2000 Jahren trotteten die Kamelkarawanen auf der Seidenstraße hin und her, und brachten dem Westen Schätze aus Indien, Persien und China. Der berühmteste Reisende der Strecke aber war Marco Polo, der 1271 mit Vater und Onkel in Venedig zu seiner großen China-Tour aufbrach und erst 26 Jahre später beladen mit Smaragden und Rubinen und schier unglaublichen Geschichten zurückkehrte.

Die Oasenstadt Dunhuang in der Wüste Gobi

Die Oasenstadt Dunhuang in der Wüste Gobi

Seide und Edelsteine, Gewürze und Porzellan aus China brachten Glanz ins karge Mittelalter und der Seidenstraße Weltruhm. Ihre Bedeutung als Handelsroute ist längst verblasst. Als Reiseroute hat sie aber noch heute enorme Reize. Hier begegnen sich Wüsten und Wälder, karge Berge und sattgrüne Almen, flammend rote Felsen und strahlend blaue Seen, idyllische Oasen und Kulturschätze erster Güte: die Terrakotta-Armee im Startpunkt Xi'an natürlich und der Famen Tempel, der im Jahre 150 gegründet wurde und die Fingerknochen Buddhas beherbergen soll. Am Jiayuguan-Pass kann man das westliche Ende der Großen Mauer bestaunen. Und in der Oasenstadt Dunhuang in der Wüste Gobi drängen sich wie Honigwaben die 1600 Jahre alten Mogao Grotten im Fels, die „Höhlen der Tausend Buddhas“ mit ihren kunstvollen Wandbildern und Skulpturen (Unesco-Weltkulturerbe). Das orientalische Turfan am Fuße des Bogdo (5445 m) lockt mit quirligen Basaren und engen Gassen. Und ganz in der Nähe im „Traubental“ in den rot leuchtenden Flammenbergen gibt es leckeren Wein zu probieren. Eine geheimnisvolle Ahnung von der sagenhaften Vergangenheit der Seidenstraße vermitteln Ruinenstädte wie Jiaohe oder Gaochang, die im 13. Jahrhundert von den Mongolen zerstört wurden.

Wer wissen will, welche Marco Polos persönliche Highlights entlang der Seidenstraße waren, versenke sich einfach in seinen Bericht „Die Wunder der Welt“ – obwohl wie immer so auch hier gilt: Probieren geht über studieren.