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Küchenkultur

Treffen der Gourmets

Vor Selbstbewusstsein strotzend beanspruchen Chinas Kochkünstler einen festen Platz in der Welt der Gourmets. Zu Recht, denn die chinesische Küche hat eine 3000 Jahre lange Tradition und ist verblüffend mannigfaltig. Fachkreise unterscheiden vier Hauptrichtungen.

Shandong (Norden): Frischer Fisch aus dem Gelben Meer in allen Spielarten, Lamm- und Geflügelgerichte, dazu Nudeln, Brot und Mehlspeisen. Prominentes Beispiel: Peking-Ente.

Kantonesisch (Süden): Zart und knusprig – hier wird nur kurz angedünstet, um das Aroma zu erhalten. Besonders viel Spaß machen die Morgentees mit Karaoke bis in den Nachmittag hinein und Dim Sum, mit Gemüse oder Fleisch gefüllte Teig-Snacks.

Yangzhou (Osten): Hier lockt die riesige Bandbreite an Fisch und Meeresfrüchten – dank des Ozeans vor der Haustür.

Sichuan (Westen): Chili und Pfeffer im Überfluss – Schärfe und Würze prägt die Sichuan-Küche. Doch man gewöhnt sich schnell daran, locken doch Spezialitäten wie Mapo Doufu, in reichlich Chili gebratene Tofu-Würfel mit Hack und roten Pfefferkörnern.

Französische, amerikanische, italienische, russische und andere westliche Kochrichtungen haben in China Einzug gefunden. Exotische Gerichte kommen auch von Chinas asiatischen Nachbarn wie Japan, Korea, Vietnam, Indonesien und Thailand.

Fastfood steht in mittleren und größeren Städten des Landes zur Verfügung um der Nachfrage von Besuchern zu entsprechen. Außer den typisch chinesischen Snacks haben McDonald's, Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut, TGI Fridays und andere westliche Fastfood-Ketten wie Starbucks Zugang zum chinesischen Markt gefunden.